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Überstunden- Wie viel ist erlaubt?

Unter Überstunden bzw. Mehrarbeit versteht man die geleistete Arbeit eines Arbeitnehmers, die über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinausgeht.

Sie kann vergütet oder als Freizeit abgegolten werden. Möglich ist es jedoch auch, dass der Arbeitnehmer für seine zusätzlich geleistete Arbeit keinerlei Vergütung erhält.

Wann sind Überstunden erlaubt?

Es ist dem Arbeitgeber nicht erlaubt, seine Belegschaft ohne triftigen Grund zur Mehrarbeit antreten zu lassen. So müssen schon plausible Gründe wie z.B. die Erkrankung mehrerer Arbeitnehmer zur gleichen Zeit oder eine außergewöhnlich gute Auftragslage für den Überstundenbedarf herangezogen werden.
Ist dies der Fall, können sich wiederum die Arbeitnehmer nur bei einem vorzuweisenden triftigen Grund vor der Mehrarbeit „drücken“. Zu diesen Gründen gehört in der Regel z.B. eine lang geplante Hochzeit

Doch wie viele Überstunden sind erlaubt?

Im Allgemeinen gilt, dass Überstunden so lange angeordnet werden können, wie es für die Arbeitnehmer „zumutbar“ ist, und dass die gesetzlich festgelegte Höchstarbeitszeit nicht überschritten werden darf. „Zumutbar“ ist die Leistung von Überstunden immer dann, wenn diese Zusatzleistung vom Arbeitgeber nur über einen gewissen, vorübergehenden Zeitraum angeordnet wird.

Die Höchstarbeitszeit ist im Arbeitszeitgesetz festgelegt, wonach eine tägliche Arbeitszeit (Sonntag ausgenommen) von 8 Stunden nicht überschritten werden darf.

Ausnahmen können Tage mit bis zu 10 Arbeitsstunden bilden, wenn dennoch im Durchschnitt pro Halbjahr die Anzahl von 8 Arbeitsstunden pro Tag nicht überschritten wird.

Liegt ein Tarifvertrag vor, gelten die bisher genannten Regelungen nicht, sodass ein Arbeitstag für Arbeitnehmer auch über 10 Stunden lang sein kann. Voraussetzung dafür ist, dass der Arbeitnehmer z.B. bei einem Teil seiner Arbeitszeit „nur“ in Bereitschaft ist oder dass diese Sonderregelung nur über einen beschränkten Zeitraum von höchstens 60 Tagen gültig ist.

 

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Abfindung als große finanzielle Verführung

Unter einer Abfindung versteht man eine einmalige Zahlung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sie dient dem Arbeitnehmer als Entschädigung für den Verlust der Arbeitsstelle und wird meist im Rahmen eines außergerichtlichen Aufhebungsvertrages geregelt.

Rechtsanspruch auf diese Entschädigungszahlung hat der Arbeitnehmer in der Regel nicht. Einzige Ausnahmen sind die Vereinbarung über eine Abfindung in Sozialplänen oder Tarifverträgen sowie die Feststellung einer ungerechtfertigten Kündigung durch das Arbeitsgericht.

Warum kommt es dennoch so oft zur freiwilligen Zahlung von Abfindungen?

Diese Tatsache ist damit zu begründen, dass für den Arbeitnehmer die Möglichkeit besteht, gegen seine Kündigung zu klagen. In diesem Fall besteht das Risiko für den Arbeitgeber…

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